Fahrzeug
Bernd Rosemeyers Horch-Limousine genannt „Manuela“-Nachbau.
Am 28.7.1937 bestellte die Auto-Union für ihren erfolgreichen Rennfahrer Bernd Rosemeyer bei Erdmann & Rossi – Jos. Neuss eine zweisitzige Selbstfahrer-Limousinenkarosserie mit eingebautem hinteren Kofferraum. Als Chassis diente ein 5 Liter Spezial-Horch-Fahrgestell mit der Motor-Nr. 857256. Laut vorliegender Kommissionskarte der Firma, Nr. 3001, notierte man folgende Wünsche Rosemeyers: Die Karosserie sollte zwecks Gewichtsminderung mit Aluminiumblech beplankt werden. Vordere und hintere Kotflügel waren mit Chromschienen zu versehen, ausgeführt extra schmal mit einer Kante in der Mitte. Im Heck des Fahrzeugs mussten ein bis zwei Ersatzräder untergebracht werden können. Schmal sollten auch die
Trittbretter werden. Die Fahrerscheibe in V-Form sollte aus Sekurit-Glas bestehen. Ein Golde-Schiebedach war ein weiterer Wunsch Rosemeyers. Die mitgelieferten Speichenräder waren nachträglich zu verchromen, ebenso wie die Kühlerattrappe inklusive der Jalousie. Schließlich musste noch von ihm selbst zur Verfügung gestelltes amerikanisches Radiogerät mit Antenne im Auto platziert werden. .Die gesamte Innenausstattung wünschte sich Rosemeyer in Schweinsleder einschließlich des Armaturenbretts und des Steuerrades. Besonderen Wert legte er noch auf eine Sitzunterlage unter den Knien. Das eingebaute Edelholz und die Fensterleisten sollten in der Farbe des Leders lackiert werden. Die gesamte Karosserie wünschte sich der Auftraggeber in Fischsilber. Das fertige Fahrzeug nannte Rosemeyer dann liebevoll “Manuela“. Über den Verbleib dieses Automobils ist nichts bekannt. Es existieren aber historische Fotos von einem offenbar identischen Horch von Erdmann & Rossi, allerdings schwarz lackiert. Es besteht immerhin die Möglichkeit, dass es sich bei dem abgebildetem Exemplar um Rosemeyers Wagen handelt, der nach seinem Unfalltod 1938 veräußert und umlackiert worden sein könnte. In den vergangenen Jahren wurde die „ Manuela“-Karosserie mehrfach auf originalen Horch-Chassis nachgebaut- mal etwas sorgfältiger ausgeführt, mal etwas freier gestaltet.
On July 28, 1937 the German Auto-Union ordered a two-seater limousine body with built-in rear boot from Erdmann & Rossi-Jos. Neuss for their successful racing driver Bernd Rosemeyer.
Chassis was a 5 liter Special-Horch-Chassis with engine No. 857256. According to the company’s commissioning document Rosemeyer’s following wishes had been taken down: the chassis should be built with aluminum plate in order to reduce weight. Front and rear mudguard was to be lined with chrome railings which had to be extra-thin with an edge in the center. In the rear of the vehicle two spare wheels had to fit. And the running boards had to be slim. The driver’s windshield had to be in V-form and made from Sekurit glass. A Gold sunroof was another of Rosemeyer’s wishes. The included standard spoke wheels as well as the radiator grill including the blind had to be chromium-plated. And finally an American radio with antennae that he himself provided had to be installed in the car. He wished for the complete interior fittings to be made from pigskin, including the dashboard and the steering wheel. And he placed special emphasis on having padding underneath his knees. The built-in fine woods and the window linings had to be in the color of the pigskin and he wanted the whole body to be painted in fish-silver. Rosemeyer lovingly called the finished vehicle Manuela.
The whereabouts of this car are not known but there are photos of an apparently identical Horch from Erdmann & Rossi which is painted black. It is at least possible that the vehicle on the picture is Rosemeyer’s car part´s which might have been sold and repainted after Rosemeyer’s death in an accident in 1938.
Over the last years the Manuela-body has been rebuilt on original Horch-chassis various times. Some of them more diligently, some more freely designed.
Fahrzeugdaten
Baujahr: 1937
Motor: 4944 cc, 8 Zylinder
Leistung: 100 -120 PS
Special: Nachbau von Bernd
Rosemeyers Horch-Limousine liebevoll von ihm „Manuela“ genannt