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Beschreibung
Megatrends treten nur selten auf. Sie besitzen einen epochalen Charakter und beeinflussen ein breites Spektrum an verschiedenen Bereichen, das von Gesellschaft, über Politik, Wirtschaft, Kultur bis hin zum Konsum reicht.
Der Begriff Megatrend wurde im Jahre 1982 vom US-amerikanischen Autor John Naisbitt (1929 – 2021) geprägt. Im Gegensatz zu kurzfristigen Produkt- und Modetrends, sowie Konsum- und Zeitgeisttrends, gelten Megatrends als die Blockbuster der Veränderung. Sie begründen eine Zeitenwende.
Die Pop Art mag in Großbritannien ihren Ursprung gefunden haben, doch sie wurde erst zu einer weltweiten Bewegung, zu einem kunstgeschichtlichen Megatrend, durch Werke der heute noch bekannten Künstler der amerikanischen Pop Art. Die Pop Art veränderte nicht nur die Kunst, sondern die Welt als Ganzes, griff tief in die Kultur ein und prägt bis heute unsere Vorstellung von Ansehen, Erfolg und Mode mit.
Der Siegeszug der Pop Art wurde durch verstärkende Effekte begünstigt. Auf Grund der aufkommenden Massenmedien, der Werbung, dem Fernsehen und Farbe im Allgemeinen, war die Pop Art ein Spiegel der sich verändernden Gesellschaft. Die USA waren hierfür in den 1960er Jahren der richtige Nährboden. Die Bürgerrechtsbewegung, die Kuba-Krise und der Vietnamkrieg, die Ermordung John F. Kennedys, das Attentat auf Martin Luther King – in
jener Dekade fanden Ereignisse statt, die bis heute nachhallen und künstlerisch Niederschlag fanden.
Eines dieser Ereignisse war der frühe Tod Marilyn Monroes. Das Ereignis ihres tragischen Todes im Jahr 1962 wurde als Motiv von der sich immer stärker entwickelnden Pop Art Bewegung aufgegriffen. Mit weitreichenden Folgen. In einem Zeitfenster zwischen 1962 und 1967 griff ein erlesener Kreis an Pop Art Künstlern Marilyn Monroe als bedeutendes Kunstthema auf. Dies hatte zweierlei Effekte.
Zum einen verhalf es Marilyn Monroe dazu, bis zum heutigen Tag weltweit immer noch als eine der bedeutendsten Kunstikonen wahrgenommen zu werden. Zum anderen verstärkte der Tod Monroes die Bedeutung der Pop Art und hallt somit nach bis in die Gegenwart. Hätten Marilyn Monroe und die Pop Art ohne ihre gemeinsame Liaison über sechzig Jahre später die gleiche Bedeutung?
Bis heute wird Marilyn Monroe durch unzählige Künstler dargestellt. Abertausende von ihnen schreiben sich selbst der Pop Art zu, obwohl diese ursprüngliche Bewegung in den 1960er Jahren ihren Höhepunkt fand und einen abgeschlossenen Kanon an Künstlern hervorbrachte.
Andy Warhol, James Rosenquist, Claes Oldenburg, Robert Indiana, Tom Wesselmann und James Francis Gill – die Anzahl der Pop Art Künstler, die Marilyn Monroe in den 1960er Jahren in Ihren Werken dargestellt haben und sie dadurch als Kunstikone überhaupt erst etabliert haben, ist überschaubar.